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USA und Israel greifen den Iran an

Trump will Strasse von Hormus blockieren «Sie waren in der einzigen, wichtigsten Frage sehr unnachgiebig»

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Der Nahe Osten steht unter Beschuss. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.Publiziert: 11.04.2026 um 13:53 Uhr|Aktualisiert: vor 25 Minuten Teilen KommentierenBlick Newsdeskvor 42 Minuten

Trump äussert sich zu gescheiterten Iran-Verhandlungen

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

21 Stunden lang verhandelten die iranische und amerikanische Delegation in Islamabad über einen Frieden. Die Hoffnungen waren gross, die Enttäuschung vorprogrammiert, als US-Vize J. D. Vance nach Ende der Gespräche bekannt gab, dass man zu keiner Einigung gekommen sei.

Trump ist nach den gescheiterten Friedensverhandlungen sauer.Foto: IMAGO/ZUMA Press

Nun äussert sich auch der amerikanische Präsident Donald Trump zu den gescheiterten Verhandlungen – und zeichnet ein anderes Bild. Das Treffen sei gut gelaufen, nur ein Punkt habe die Gespräche zum Scheitern verurteilt. «Das Treffen verlief gut, über die meisten Punkte wurde Einigkeit erzielt, aber über den einzigen Punkt, der wirklich zählte – die ATOMFRAGE –, gab es keine Einigung.»

Besonders speziell: Trump kündigte an, die US-Navy würde nun die Strasse von Hormus blockieren – dies, obwohl die Öffnung der wichtigen Handelsroute immer seine Herzensangelegenheit war. «Mit sofortiger Wirkung wird die US-Marine, die beste der Welt, damit beginnen, alle Schiffe zu BLOCKIEREN, die versuchen, in die Strasse von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen. Irgendwann werden wir eine Regelung erreichen, bei der ‹ALLE REIN DÜRFEN, ALLE RAUS DÜRFEN›, aber der Iran hat dies verhindert, indem er einfach behauptet: ‹Da draussen könnte irgendwo eine Mine liegen›, von der niemand ausser ihm etwas weiss.»

Die Blockade soll «in Kürze beginnen», wie Trump weiter schreibt. Auch andere Länder sollen sich offenbar daran beteiligen – welche Nationen damit genau gemeint sind, ist bisher unklar.

Weiter droht er auch anderen Schiffen, die trotzdem die Durchfahrt wagen und dem Iran dafür eine Gebühr zahlen: «Ich habe ausserdem unsere Marine angewiesen, jedes Schiff in internationalen Gewässern aufzuspüren und abzufangen, das eine Gebühr an den Iran gezahlt hat. Niemand, der eine illegale Gebühr zahlt, wird auf hoher See sicheren Durchgang haben. 

Bereits gestern verkündete Trump, man habe begonnen, die Minen in der Meerenge zu entfernen. Auch Centcom, das Nahost-Kommando der US-Army, bestätigte den Einsatz. Nun legt Trump noch einen drauf und droht: «Jeder Iraner, der auf uns oder auf friedliche Schiffe schiesst, wird IN DIE HÖLLE GESCHOSSEN!»

Der Respekt, der die amerikanische Verhandlungsdelegation seinem iranischen Counterpart in Pakistan entgegengebracht hätte, sei so nicht erwidert worden. «Meine drei Vertreter wurden im Laufe der Zeit – wenig überraschend – sehr freundlich und respektvoll gegenüber den iranischen Vertretern, Mohammad-Bagher Ghalibaf, Abbas Araghchi und Ali Bagheri, aber das spielt keine Rolle, denn sie waren in der einzigen, wichtigsten Frage sehr unnachgiebig, und wie ich schon immer gesagt habe, von Anfang an und schon vor vielen Jahren: DER IRAN WIRD NIEMALS EINE ATOMWAFFE BESITZEN!»

12:37 Uhr

Iran macht USA für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Nach den erfolglosen Friedensverhandlungen in Pakistan schieben sich die USA und der Iran gegenseitig die Schuld für das Scheitern der Gespräche zu. Schon am Sonntagmorgen sagte eine interne iranische Quelle der Nachrichtenagentur Fars, die US-Delegation habe sich geweigert, einem «vernünftigen Abkommen zuzustimmen». Darüber berichtete unter anderem CNN.

Jetzt meldet sich der Chef-Verhandler des Irans, Mohammad Bagher Ghalibaf (64), auf der Nachrichtenplattform X zu Wort. Er gibt dem Verhandlungspartner ganz konkret die Schuld am Scheitern der Gespräche. «Die Gegenseite konnte in dieser Verhandlungsrunde letztlich nicht das Vertrauen der iranischen Delegation gewinnen», schrieb er in einem Post. «Amerika hat unsere Logik und unsere Prinzipien verstanden, und nun muss es entscheiden, ob es unser Vertrauen verdienen kann oder nicht», führt er weiter aus.

Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Ghalibaf betonte auf X, dass der Iran den nötigen Willen dazu habe, ein Abkommen mit den USA zu schliessen. US-Vizepräsident J. D. Vance (41) verkündete seinerseits am Sonntag, die USA hätten dem Iran in Islamabad ihr «letztes und bestes Angebot» für einen Frieden unterbreitet. Laut Vance hat der Iran einige wichtige Forderungen der USA zurückgewiesen, weshalb die Gespräche scheiterten. Dazu gehöre beispielsweise das Fehlen einer festen Zusage Teherans, auf Atomwaffen zu verzichten, wie CNN berichtete.

Foto: AFP06:41 Uhr

Der Iran plant keine weiteren Verhandlungen

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran und Pakistan sind wohl kein Auftakt zu grösseren Verhandlungen. US-Vizepräsident J. D. Vance verkündete bereits, die USA hätten Teheran am Samstag in Islamabad ihr «letztes und bestes Angebot» für einen Frieden unterbreitet. Jetzt gab auch die iranische Regierung bekannt, keine Pläne für eine weitere Verhandlungsrunde zu haben. Das berichtet CNN mit Bezug auf die iranische Nachrichtenagentur Fars.

Foto: keystone-sda.ch

«Der Iran hat es nicht eilig», soll eine Quelle aus dem Umfeld des iranischen Verhandlungsteams der Nachrichtenagentur gesagt haben. Solange die USA keinem «vernünftigen Abkommen» zustimmen, werde sich auch am Status der Strasse von Hormus nichts ändern, sagte die Quelle weiter.

Laut dem iranischen Aussenministerium sind die beiden Parteien bei den Gesprächen in Pakistan nicht weit von einer Einigung entfernt gewesen. Meinungsverschiedenheiten über «zwei oder drei Schlüsselfragen» hätten ein Abkommen verhindert, sagte ein Sprecher dem staatlichen iranischen Fernsehsender IRIB. Vance hatte zuvor beispielsweise das Fehlen einer festen Zusage Teherans, auf Atomwaffen zu verzichten, als Kernproblem der Verhandlungen bezeichnet, wie CNN berichtete.

Die iranische Delegation verliess Pakistan um etwa sechs Uhr morgens Schweizer Zeit. Kurz davor hob die Air Force Two mit Vance an Bord in Richtung Washington D.C. ab. Die restliche US-amerikanische Delegation verliess Islamabad am Sonntagnachmittag, wie CBS News schreibt. Die Verhandlungen zwischen den beiden kriegsführenden Nationen waren ohne Einigung beendet worden. Mein Kollege Daniel Kestenholz hat die Gespräche während der Nacht in diesem Ticker begleitet.

05:20 Uhr

Vance auf dem Rückweg in die USA, Trump beim Wrestling

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

US-Vizepräsident J. D. Vance liess auf Worte Taten folgen: Kurz nach der Pressekonferenz in Islamabad bestieg er die Air Force Two, um Islamabad in Richtung Washington zu verlassen. Teheran hat die roten Linien der USA zurückgewiesen. Vance blieb die Abreise mit leeren Händen. Vor dem Rückflug hatte er noch zu Journalisten gesagt, die Nicht-Einigung nach 21-stündigen Gesprächen seien «für den Iran viel mehr schlechte Nachrichten als für die Vereinigten Staaten von Amerika». Berichten zufolge reiste die gesamte US-Delegation zusammen mit Vance ab.

US-Vizepräsident J. D. Vance beim Besteigen von Air Force Two für den Rückflug in die USA.Foto: AFP

Nach Angaben des iranischen Aussenministeriums hing der Erfolg der Gespräche mit den USA von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der amerikanischen Seite ab. Diese müsse von «ungerechtfertigten Maximalforderungen» abrücken und die legitimen Rechte Irans anerkennen. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien die zentralen Verhandlungspunkte besprochen worden – darunter die Lage in der Strasse von Hormus, die Atomfrage, mögliche Reparationszahlungen, die Aufhebung der Sanktionen sowie ein umfassendes Ende des Krieges gegen den Iran und in der gesamten Region.

US-Präsident Donald Trump vertrieb sich die Zeit währenddessen demonstrativ mit etwas ganz anderem. Zusammen mit seinem Aussenminister Marco Rubio besuchte er eine Wrestling-Show in Miami. Mit dabei: diverse Familienmitglieder Trumps, so seine Kinder Tiffany und Donald Jr. Auch auf Truth Social äusserte sich Trump zunächst nicht zu den möglicherweise gescheiterten Iran-Verhandlungen.

US-Präsident Donald Trump mit seinem Aussenminister Marco Rubio bei der Wrestling-Show in Miami.Foto: keystone-sda.ch03:51 Uhr

Nach 21-stündigen Verhandlungen – USA machen Iran «letztes Angebot»

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

Die von Pakistan vermittelten Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind nach fast 24-stündigen Gesprächen mit drei Runden in Islamabad vorerst gescheitert – oder vertagt. US-Vizepräsident J. D. Vance bekräftigte bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz, dass ein erster Verhandlungstag ohne Einigung beschlossen worden sei. «Wir haben in gutem Glauben verhandelt und den Iranern das angeboten, was wir konnten», sagte Vance, flankiert von seinen Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner. Die Frage, was nach der aktuellen zweiwöchigen Waffenruhe geschehen wird, bleibt somit ungeklärt. Vance sagte nur so viel: Den Iranern sei ein «letztes Angebot» vorgelegt worden.

US-Delegationsleiter in Pakistan: Vizepräsident J. D. Vance, mit seinen Sondergesandten Jared Kushner (l.) und Steve Wittkoff (m.).Foto: AFP

«Die schlechte Nachricht ist, dass wir keine Einigung erzielt haben», verkündete Vance. Er erklärte, die US-Unterhändler hätten ihre Bedingungen klar dargelegt, der Iran habe sich jedoch gegen deren Annahme entschieden. Konkret auch, so Vance: «Wir haben vonseiten Irans keine positive Zusage bezüglich Atomwaffen erhalten.» Zudem: Iran beharrt darauf, dass die strategisch wichtige Strasse von Hormus erst nach einer endgültigen Friedensvereinbarung wieder geöffnet werde – trotz US-Forderungen nach einer sofortigen Öffnung. Gemäss iranischem Staatsfernsehen bestehen weiterhin «ernste Differenzen» über die Kontrolle der Meerenge.

Die US-Delegation habe die Verhandlungen mit «üblichen überzogenen Forderungen» behindert. Im ersten Teil der Gespräche ging es demnach um wirtschaftliche Fragen. Golfstaaten sollen Washington davor gewarnt haben, iranischen Forderungen nachzugeben. Das iranische Aussenministerium bestätigte, dass zahlreiche Botschaften zwischen Washington und Teheran zu Themen wie der Strasse von Hormus, dem Atomprogramm und den Sanktionen ausgetauscht worden seien. Vance liess eine mögliche Fortsetzung der Gespräche unerwähnt, während ein Reporter des iranischen Staatsfernsehens berichtete, die Verhandlungen würden am Sonntagmorgen fortgesetzt. Vance liess ein Türchen offen. Vor seiner Abreise aus Islamabad habe Washington ein «letztes und bestes Angebot» auf den Tisch gelegt. «Wir gehen mit einem sehr einfachen Vorschlag: einer Methode des gegenseitigen Verständnisses, die unser letztes und bestes Angebot darstellt.» Und er fügte hinzu: «Wir werden sehen, ob die Iraner es annehmen.»

11.04.2026, 22:55 Uhr

USA und Iran verhandeln durch die Nacht

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

Erster Verhandlungstag ohne Durchbruch in Pakistan: Iranische und amerikanische Gesandte haben am Samstag in Islamabad erste zwei Gesprächsrunden geführt. Berichten zufolge lief der Verhandlungsmarathon mit einer dritten Runde bis vor 4 Uhr Ortszeit Sonntagfrüh. Konkrete Resultate blieben zunächst aus. Iranische Quellen werfen den Amerikanern unakzeptable Forderungen vor. Teherans Gesandschaft wird vom iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt. Ghalibaf und US-Vizepräsident J. D. Vance, Delegationsleiter der Amerikaner, trafen sich und reichten einander die Hand. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass amerikanische und israelische Luftangriffe erst vor sechs Wochen den iranischen Obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei getötet haben und iranische Offizielle schworen, sein Blut zu rächen. Laut iranischen Quellen sassen jetzt in Islamabad auch Irans Aussenminister Abbas Araghtschi sowie die US-Sondergesandten Steve Wittkopf und Jared Kushner mit am Tisch. Die Gespräche sollen laut Irans halbamtlicher Nachrichtenagentur Tasnim trotz «ernsthafter Differenzen» am Sonntag fortgeführt werden.

US-Vizepräsident J. D. Vance, der Vorbehalte gegen den Krieg hatte, führt Washingtons Delegation bei den Iran-Gesprächen in Pakistan an.

Eine öffentliche Stellungnahme der US-Delegation zum Stand der Gespräche steht weiterhin aus. Zentraler Streitpunkt bleibt die Strasse von Hormus: Während die USA auf eine sofortige Öffnung der strategisch wichtigen Meerenge drängen, zeigt sich Teheran unnachgiebig. Die iranischen Revolutionsgarden warnen dabei, dass jeder Versuch von US-Kriegsschiffen, die Strasse von Hormus zu durchfahren, mit einer «entschlossenen Reaktion» beantwortet wird. Der Iran will die Passage erst nach einem endgültigen Friedensabkommen wieder freigeben. Laut US-Präsident Donald Trump seien Irans Drohungen jedoch reines Posieren. Teheran verfüge de facto über keine funktionstüchtigen Streitkräfte mehr, geschweige denn eine intakte Marine, um Drohungen durchzusetzen. Gegenüber Reportern sagte Trump am Samstag: «Ob wir ein Abkommen erzielen oder nicht, ist mir egal. Denn wir haben gewonnen.» Er warnte ausserdem China, dass es «grosse Probleme» bekommen werde, wenn es Waffen an den Iran liefere.

Vor Ort in Islamabad machte sich derweil Ernüchterung breit: Hunderte Journalisten verliessen nach Mitternacht nach einem langen, ereignislosen Wartetag langsam das Kongresszentrum, wo die Verhandlungen stattfinden. Einige der Journalisten harrten über 15 Stunden aus, ohne Updates von Delegationen oder Gastgeber Pakistan. Immerhin sorgten traditionelle pakistanische Live-Musik, ein reichhaltiges Buffet und eigens gebrandete «Brewed for Peace»-Kaffeebecher für etwas Ablenkung.

11.04.2026, 21:17 Uhr

Netanyahu will weiterhin gegen Iran kämpfen

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Die Hoffnungen, die von allen Seiten in die Friedensverhandlungen in Islamabad gesteckt werden, sind gross – die beiden Konfliktparteien unterhalten sich erstmals direkt miteinander. Zwar sind mit den pakistanischen Delegierten auch Dritte anwesend, sie wirken jedoch nur als Mediatoren.

Netanyahu wettert weiterhin gegen den Iran.Foto: AFP

Wem die Bemühungen offenbar egal sind: Benjamin Netanyahu. Der israelische Premierminister wettert in einer TV-Liveansprache und in einem Post auf X gegen den Iran und schwört, Israel werde «unter seiner Führung weiterhin gegen das Terrorregime Irans und seine Stellvertreter kämpfen».

Die Militäroperation im Iran sei «noch nicht vorbei», wie der Premier am Samstagabend in einer 13-minütigen Fernsehansprache betonte. «Die Operation ist noch nicht vorbei, aber man kann bereits klar sagen: Wir haben historische Ergebnisse erzielt»

Daraufhin zählt Netanyahu die Verdienste Israels auf, darunter die Tötung ranghoher Mullahs und die Beseitigung von normalen sowie nuklearen Waffenarsenalen. In Hinblick auf das angereicherte Uran, dass sich nach wie vor im Iran befindet, erklärte der israelische Premier, man würde es entweder durch ein Abkommen oder «mit anderen Mitteln» beseitigen.

Gegenüber den Mullahs sieht er sich militärisch klar im Vorteil. «Der Iran bettelt um einen Waffenstillstand. Das Terrorregime ist zutiefst geschwächt. Sie kämpfen um ihr eigenes Überleben.»

Nichtsdestotrotz scheint auch Netanyahu an einem Waffenstillstand interessiert – und zwar mit dem Libanon. In der kommenden Woche sollen direkte Gespräche in Washington stattfinden. Seine wichtigste Bedingung: Die Entwaffnung der Hisbollah. Nur so könne man einen Frieden schaffen, der «Generationen überdauern wird».

11.04.2026, 19:47 Uhr

Centcom räumt Minen in der Strasse von Hormus

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Trump kündigte es bereits an, nun bestätigte es auch das US-Kampfkommando im Nahen Osten, Centcom. Die Minenräumungsaktion in der Strasse von Hormus hat begonnen. «Heute haben wir damit begonnen, eine neue Passage zu schaffen, und wir werden diesen sicheren Weg bald der Schifffahrtsindustrie zur Verfügung stellen, um den freien Handelsverkehr zu fördern», so Centcom-Kommandeur Brad Cooper. 

Zwei US-Zerstörer haben die Meerenge bereits passiert.

Konkret hätten bereits die USS Frank E. Peterson und die USS Michael Murphy, zwei Lenkwaffenzerstörer der US-Marine, die Strasse von Hormus durchquert und würden nun im Arabischen Golf in einer «umfassenden Operation» sicherstellen, dass die Meerenge vollständig von den Seeminen befreit wird.

Die Öffnung der Strasse von Hormus war Trump seit Beginn des Konflikts eines der wichtigsten Anliegen – von der Handelsroute ist ein grosser Teil der Weltwirtschaft abhängig. In den kommenden Tagen sollen weitere US-Streitkräfte, auch Technologien wie Unterwasserdrohnen, die Mission in der Strasse von Hormus unterstützen.

11.04.2026, 16:21 Uhr

Laut US-Geheimdienst: China soll Waffenlieferungen in den Iran vorbereiten

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Es ist ein fragiler Waffenstillstand, der momentan im Nahen Osten herrscht – Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Pakistan sollen diesen nun festigen, im idealen Szenario gar langfristig zum Frieden führen.

Lässt Xi Jinping hinter Trumps Rücken Waffen an den Iran liefern?Foto: keystone-sda.ch

Neue Berichte von US-Geheimdiensten zeichnen aber kein Bild vom Frieden. Wie die CNN unter Berufung auf drei mit den jüngsten Geheimdienstanalysen vertraute Personen berichtet, soll nämlich China planen, dem Iran innerhalb der nächsten Wochen neue Luftabwehrsysteme zu liefern – über Drittländer. So wolle man verhindern, dass die wahre Herkunft der Waffensysteme ans Licht kommt.

Besonders pikant: Die Regierung von Xi Jinping hatte sich zuvor an der Aushandlung des Waffenstillstands beteiligt. Zudem plant US-Präsident Donald Trump, seinem chinesischen Counterpart im Mai einen Besuch abzustatten.

Doch die mutmasslichen Lieferungen aus China sollen nicht die einzigen sein. Laut den Geheimdienstberichten soll der Iran die Feuerpause nutzen wollen, um bestimmte Waffensysteme wieder aufstocken zu können, unter anderem auch mit Hilfe aus dem Ausland.

Chinesische Offizielle wiesen die Vorwürfe zurück: «China hat keiner der Konfliktparteien jemals Waffen geliefert; die fraglichen Informationen sind unwahr», hiess es etwa aus der chinesischen Botschaft in Washington. Das Land würde seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen – nichtsdestotrotz stichelte die Botschaft gegen die USA.

«Wir fordern die US-Seite nachdrücklich auf, von unbegründeten Anschuldigungen, böswilligen Verknüpfungen und Sensationsmache abzusehen; wir hoffen, dass die betroffenen Parteien mehr tun werden, um zur Deeskalation der Spannungen beizutragen.»

11.04.2026, 15:49 Uhr

Iran droht mit Angriff auf US-Zerstörer

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Die Friedensverhandlungen laufen, die Hoffnung bleibt bestehen – doch bereits wenige Stunden nach Beginn der Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Pakistan kommts bereits zum ersten Dämpfer.

Ein Zerstörer der US-Navy soll sich in Richtung der Strasse von Hormus aufgemacht haben. (Symbolbild)Foto: keystone-sda.ch

Wie die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, soll ein Zerstörer der US-Navy sich vom Hafen in Fujairah (Vereinigte Arabische Emirate) in Richtung der Strasse von Hormus bewegt haben. Daraufhin soll er ins Visier der iranischen Luftwaffe geraten sein. 

Ein Sprecher des iranischen Aussenministeriums sprach in einem Interview mit Khabar TV von einem «Vorfall, der möglicherweise einen Verstoss gegen den Waffenstillstand darstellt». 

Die iranische Delegation in Pakistan sei umgehend informiert worden. Die wiederum liessen den Amerikanern ausrichten, dass der Zerstörer «innerhalb von 30 Minuten angegriffen werden» würde, sollte er seine Bewegung fortsetzen.

Ob der Zerstörer seinen Kurs geändert hat, ist nicht bekannt – klar ist, dass der Sprecher des iranischen Aussenministeriums drohte, ein möglicher Angriff würde auch «den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA einen Schlag versetzen».

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