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So verblüffend schlafen Wale

Giganten der Meere

So verblüffend schlafen Wale

Aktualisiert am 12.04.2026, 16:55 Uhr Wale müssen zum Atmen auftauchen - auch beim Schlafen. © Getty Images/iStockphoto/Velvetfish Lesedauer:1 Min.

Anders als Menschen atmen Wale und Delfine nicht automatisch – jeder Atemzug wird bewusst ausgeführt. Das macht den Schlaf zur echten Herausforderung: Wer tief unter Wasser döst, riskiert zu ertrinken. Dafür gibt es von der Natur gleich mehrere verblüffende Lösungen. Denn jede Walart hat ihr eigenes Schlafverhalten entwickelt.

Viele Walarten schlafen mit nur einer Hirnhälfte. Die andere bleibt wach und erinnert das Tier in regelmäßigen Abständen daran, aufzutauchen und zu atmen. Delfine schließen dabei das Auge auf der Seite gegenüber der ruhenden. Man sieht sie dann mit einem schlafenden Auge an der Oberfläche treiben. Orcas, die größte Delfinart, brauchen auf diese Weise nur rund 90 Minuten Schlaf pro Tag.

Pottwale stellen sich beim Schlafen nahezu senkrecht ins Wasser, den Kopf leicht angehoben. Dabei halten sie bewusst die Luft an und tauchen exakt zum richtigen Zeitpunkt wieder auf. Offenbar ruhen bei Pottwalen sogar beide Gehirnhälften gleichzeitig – wie ein innerer Wecker sorgt ihr Körper dafür, dass sie nicht zu lange unter Wasser bleiben und rechtzeitig zum Atmen an die Oberfläche kommen.

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"Logging": Wie ein Baumstamm im Wasser

Auch Buckelwale wurden schon beim Schlafen in der Vertikalen beobachtet. Ihr Kopf ist dabei aber nach unten geneigt. Dabei sind sie beinahe regungslos – ein Zustand, den Forschende als "Logging" bezeichnen, weil der Wal einem treibenden Baumstamm gleicht. Diese Ruhephasen dauern bis zu 30 Minuten, die Atemzüge sind kurz und ruhig.

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Pilotwale, auch Grindwale genannt, schlafen wiederum langsam schwimmend an der Wasseroberfläche: kurz abtauchen, sofort wieder auftauchen, Luft holen – ein scheinbar endloser Kreislauf. (sv)

Verwendete Quellen

  • geo.de: Wie schlafen Wale?
  • delfinschutz.org: Das außergewöhnliche Schlafverhalten von Walen und Delfinen

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