Die Wahllokale schließen – Warten auf erste Ergebnisse
Die Wahllokale schließen – Warten auf erste Ergebnisse
Aktualisiert am 12.04.2026, 19:36 Uhr Die Wahllokale in Ungarn schließen um 19 Uhr. © picture alliance / dts-Agentur/dts Nachrichtenagentur GmbH Lesedauer:3 Min. Ein Live-Blog von Rebecca Sawicki- 19:30 Uhr: Erste Prognose sieht Magyar vorn
- ➤ 19:00 Uhr: Die Wahllokale schließen – Warten auf erste Ergebnisse
- 18:30 Uhr: Hunderte ausländische Wahlbeobachter
- 18:22 Uhr: Aussagekräftige Ergebnisse erst am späten Abend erwartet
- 17:47 Uhr: Rekord-Wahlbeteiligung zeichnet sich ab
- 17:45 Uhr: Orban und Magyar rufen Bürger zur Wahl auf
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➤ Die Wahllokale schließen – Warten auf erste Ergebnisse
- 19 Uhr
Um 19 Uhr schließen die Wahllokale in Ungarn. Nun müssen dort die Stimmzettel ausgezählt werden. Mit ersten Ergebnissen wird ab 20 Uhr gerechnet. Heute Abend sollen Medienberichten zufolge auch Orban und Magyar sprechen. Wie die "Frankfurter Allgemeine" berichtet haben sich zahlreiche Anhänger der oppositionellen Tisza-Partei bereits entlang Donauufers gegenüber des Parlaments versammelt.
Bei einem knappen Ergebnis könnte die Auszählung allerdings bis zum kommenden Samstag dauern. Wahlberechtigt waren 7,5 Millionen Bürger in Ungarn und mehr als 500.000 Auslandswähler.
Die Ausgangslage: Ungarn wählt
- Für Amtsinhaber und Ministerpräsident Viktor Orban könnte es bei der Parlamentswahl in Ungarn knapp werden. Sein Herausforderer Peter Magyar und dessen Tisza-Partei lagen in den Wochen vor der Wahl in Umfragen deutlich vor Orbans Fidesz. In der EU steht der rechtspopulistische Regierungschef Orban wegen des Abbaus von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Kritik. Auffallend ist auch seine Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin, dessen Narrative er verbreiten lässt.
- Wahlunterstützung allerdings bekam er auch aus den USA: Der amerikanische Vizepräsident JD Vance hat Orban bei einem Besuch mit unverhohlenem Lob kurz vor der Parlamentswahl unterstützt. "Der Präsident der Vereinigten Staaten (Donald Trump) und der Ministerpräsident von Ungarn waren gemeinsam dazu fähig, wunderbare Dinge zu tun", sagte er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Budapest.
Weitere Meldungen zur Ungarn-Wahl:
Erste Prognose sieht Magyar vorn
- 19:30 Uhr
Nach der Parlamentswahl in Ungarn haben die Wahllokale um 19.00 MESZ formell geschlossen. Das berichteten ungarische Medien. Dem ungarischen Wahlrecht zufolge können einzelne Wahllokale weiter offen halten, wenn zur Schließungszeit noch Bürger vor ihnen anstehen.
Jüngsten Umfragen zufolge hat Orbans Herausforderer Peter Magyar von der Partei Tisza gute Chancen auf einen Wahlsieg. Nach einer Berechnung des Wahlforschungsinstituts 21KK soll Magyars Tisza 55 Prozent und Orbans Fidesz 38 Prozent der Wähler hinter sich gebracht haben. Es handelt sich allerdings weder um eine Wahltagsbefragung noch um eine Hochrechnung. Die Prognose stützt sich auf Befragungen der letzten drei Tage. Als dritte Partei würde demnach die rechtsextreme Partei Unsere Heimat (Mi Hazank) mit fünf Prozent der Stimmen den Einzug ins Parlament schaffen. Mit aussagekräftigen Teilergebnissen der Wahlkommission wird am späteren Abend gerechnet.
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Hunderte ausländische Wahlbeobachter
- 18:30 Uhr
Rund 900 ausländische Wahlbeobachter sollen sich laut "Budapester Zeitung" in Ungarn eingefunden haben, um das ordnungsgemäße Ablaufen der Wahlen zu beobachten. Die meisten Beobachter hätte dabei die OSZE entsandt.
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Aussagekräftige Ergebnisse erst am späten Abend erwartet
- 18:22 Uhr
Anders als in Deutschland ist in Ungarn nicht mit ersten Prognosen bei Schließung der Wahllokale zu rechnen. Wie "T-Online" berichtet, gibt es dort nämlich keine Nachwahlbefragungen. Die Wahllokale schließen um 19 Uhr – dann wird ausgezählt. Mit ersten Ergebnissen ist ab 20 Uhr zu rechnen. Wirklich aussagekräftige Teilergebnisse dürften allerdings bis zum späten Sonntagabend brauchen. Klar ist: Nicht nur die Ungarn selbst erwarten diese Ergebnisse mit Spannung.
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Orban droht Niederlage Was würde ein Machtwechsel in Ungarn für Europa bedeuten? vor 8 TagenRekord-Wahlbeteiligung zeichnet sich ab
17:47 Uhr
Bei der Parlamentswahl in Ungarn zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Dabei entscheiden die Wählerinnen und Wähler, ob der Rechtspopulist Viktor Orban nach 16 Jahren Amtszeit weiter Ministerpräsident bleibt. Bereits vier Stunden vor Schluss der Wahllokale haben nach Angaben der zentralen Wahlbehörde bereits 66,01 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Damit lag die Beteiligung deutlich höher als bei der letzten Parlamentswahl 2022 zum selben Zeitpunkt, als sie 52,75 Prozent betrug. Bis 19 Uhr bleiben die Wahllokale geöffnet.
Mehrere ungarische Medien bezeichneten die Wahlbeteiligung als Rekord. Welcher Seite die hohe Beteiligung nützt, ist Experten zufolge vorerst unklar. Als entscheidend gilt die geografische Verteilung des Wählerverhaltens, denn von den 199 Abgeordneten werden 106 in den Wahlkreisen direkt mit relativer Mehrheit gewählt – und der Rest über Parteilisten.
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Orban und Magyar rufen Bürger zur Wahl auf
- 17:45 Uhr
Sowohl Orban als auch sein Herausforderer Peter Magyar würdigten die hohe Wahlbeteiligung und riefen mehrmals die Menschen zum Urnengang auf. "Eine Menge Ungarn sind aufgebrochen, das System zu ändern", sagte Magyar per Video bei Facebook. "Heute Abend wird der Alptraum zu Ende sein, den wir jahrelang erlebt haben." Der Wahltag sei "ein Fest der Demokratie". Bereits bei seiner Stimmabgabe am Morgen hatte Magyar erklärt, dass er mit einem Sieg seiner Partei Tisza rechne.
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Orban schrieb wiederum bei Facebook: "Sehr viele gehen zur Wahl. Das bedeutet nur eines: Wenn wir Ungarns Sicherheit verteidigen wollen, darf kein einziger Vaterlandsliebender zu Hause bleiben." Mit dem Verweis auf die Sicherheit spielte Orban auf sein wichtigstes Thema im Wahlkampf an. Er hatte sich den Wählern vor allem als Garant dafür empfohlen, dafür zu sorgen, dass Ungarn nicht in den Krieg im von Russland angegriffenen Nachbarland Ukraine hineingezogen werde.
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Mit Material von dpa und afp
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